Pinterest wird die Art und Weise von Empfehlungen und E-Commerce im Social Web verändern!

Als ich gefragt wurde, was dieses Pinterest eigentlich ist fiel mir auf, dass es sich noch in der Invite-Phase befand. Ähnlich wie bei Google+, wo ich seit Tag 2 mit dabei war, konnte ich auch bei Pinterest sehr schnell mitspielen und bin auch der Meinung: Pinterest wird die Art und Weise von Empfehlungen und E-Commerce im Social Web verändern!

 

Mittlerweile bin ich sogar dabei, Kunden von uns für Pinterest zu gewinnen. Wieso? Es gibt Kunden mit wirklich netten Produkten; dabei ist es egal ob B2B oder B2C. Es geht eher darum, eine kleine Pinnwand mit tollen Produkten zu zeigen, um nach Möglichkeit Repins zu bekommen und mit diesen Produkten auch besser bei Google in der Suche gelistet zu werden (dort tauchen bereits Pinterest-Boards mit auf). Es sind quasi visuelle Bookmarks. Ich persönlich nutze sie, um verschiedene Dinge zu sharen und zur Verfügung zu stellen. Infografiken zu Social Media, Autos die ich gern einmal fahren würde, Businesskleidung for Men und so weiter und so fort. Vor allem der Bereich “Cars I wanna drive sometime” bekommt recht viele Repins ab. Anscheinend gefällt der Social Media Landscape mein Autogeschmack. Auch ein Grund, wieso ich dort alles auf Englisch verfasse, denn es wird sicherlich (mal wieder) länger dauern, bis es so in der BRD angekommen ist, dass man es auch locker auf Deutsch zu einer netten Reichweite an Repins bringen kann.

Aber kurz zu der Art und Weise wie Pinterest arbeitet zurück. Im ersten Schritt ist es eigentlich nichts anderes als ein Dienst, mit dem man Fotos oder Videos bookmarken kann. Allerdings wird hier nicht mit +1 oder like gearbeitet, sondern es wird gepinnt. Andere Pinterest-User können meinen Boards folgen (einzelnen oder allen), können meine Fotos und Videos übernehmen und auf deren Pinnwand mit Credit zu meinem jeweiligen Board pinnen. Dort kann dann auch geshared und geliked werden.

Selbst Einsteiger finden sich aufgrund der sehr einfachen Usability und der wirklich schlichten, aber netten Oberfläche zurecht. Es ist auf einen Blick erkennbar, was man tun muss und wie was funktioniert. Und schwierg ist das Finden von interessanten Inhalten im Prinzip auch nicht. Pinterest ist so was wie ein Bilderbuch – nur eben neumodischer und interaktiver. Die gepinnten Inhalte sind, sofern man sie nicht einer iPhone App hoch lädt, direkt mit der Ziel-URL verknüpft. Allerdings kann man auch hinterher eine URL festlegen und sogar z. B. Preise für Artikel, damit der Besucher nicht extra auf den Link klicken muss. Ein Hoch auf den Social Commerce!

Wie eben erwähnt, kann man allen Boards folgen – oder eben nur einzelnen. Wenn ein User Kochrezepte pinnt, aber auch Social Media Grafiken – dann wähle ich die Grafiken, denn mit Kochrezepten hat eher meine Frau zu tun als ich. Ergo: Man muss keinem Nutzer folgen, sondern kann Boards speziell auswählen und nur diesen folgen. Ideal im Zeitalter der digitalen Reizüberflutung durch Massensharing / Cross-Channel-Sharing!

Und das Prinzip Pinterest muss ja irgendwie funktionieren. Das Unternehmen wächst äußerst schnell, hat angeblich schon über 3 Millionen aktive (!) Nutzer im Monat bei über 11.000.000 Page Views aus Dezember 2011). Und das, obwohl es bisher nur über die Invite-Phase geht, also über Einladungen jener, die bereits “drin” sind. Das ist so interessant, dass selbst Google mittlerweile ein Auge auf Pinterest geworfen hat.

Pinterest für Unternehmen? E-Commerce goes Pinterest?

Laut Angaben von Pinterest sind es derzeit vermehrt Frauen (59% Anteil), die zwischen Mitte 20 und Mitte 40 sind. Vor allem interessiert an Mode, Design und Food. Ergo könnten Unternehmen diese Zielgruppe ideal mit ihren eigenen Produkten bespielen, sofern sie bereit dafür sind, diesen doch bis dato eher ungewöhnlichen Schritt zu gehen. Mittlerweile hat Pinterest den “Pin it” Button eingeführt, den Unternehmen (aber auch Blogbetreiber) auf ihrer Webseite oder ihrem Onlineshop integrieren können. Das macht auch auf Produktebene Sinn, da die Empfehlung von dort dann direkt in die Pinterest-Community weitergereicht wird. “Likes” bei Facebook sind in meinen Augen nicht annähernd so relevant für konsumfreudige Surfer wie das pinning von Produkten. Wer seine Produkte im Onlineshop oder auf der Webseite dazu ansprechend gestaltet, wird noch eher in der Pinterest-Community auf Interessierte stoßen und somit den E-Commerce Faktor spürbar erhöhen.

Pinterest für Marken?

Wenn man im ersten Schritt nicht direkt an den E-Commerce denkt, können Pin-it Aktionen auch ideal zu Branding-Zwecken genutzt werden. In dem man Pinterest als Werbemittel einsetzt, können Unternehmen User dazu aufrufen, Boards mit den Produkten des Unternehmens zu erstellen. Unter allen Teilnehmern wird ein Preis verlost – das User Involvement ist hoch, die Suchmaschinen freuen sich und das Unternehmen sowieso.

Wie geht es jetzt mit Pinterest weiter?

Pinterest hat genug Venture Kapital im Background, um sich die Entwicklung in Ruhe ansehen zu können. Vielleicht baut Pinterest die Plattform als e-Commerce Portal aus oder verknüpft das Thema Ratings & Reviews stärker (Best Buy aus den USA ist hier sehr stark).

Auf alle Fälle denke ich, sollte man Pinterest auf dem Schirm haben!

Ich bei Pinterest >>

 

 

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Ein Antwort

  1. Pinterest ist nicht ein neues Netzwerk wie Google+
    Pinterest ist ein Mediensprung, der größer wird als Facebook

    http://www.rudimentor.de/2012/02/wie-pinterest-das-netz-vom-geschriebenen-wort-befreit/

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